Ich suche keine Follower. Ich suche Menschen aus Controlling, Management oder Produktentwicklung, die das Modell kennenlernen und mir sagen, wo es nicht stimmt.
Das Whitepaper ist in Arbeit. Wer früh liest, formt mit.
Expected Value Thinking:Wirkung statt Aufwand.
IT spricht über Komplexität. Design über Nutzung.
Controlling über Kosten. Alle haben recht und trotzdem scheitern Entscheidungen systematisch.
Expected Value Thinking ist der Versuch, das zu ändern.
Woran scheitern Entwicklungsentscheidungen wirklich?
Nicht an Menschen. An Denkmustern. Fünf davon:
01Falsche Anreize
Kosten sind sofort sichtbar. Nutzen nicht.
Deshalb werden Entwicklungsentscheidungen fast immer auf der falschen Seite der Gleichung getroffen.
02Kleine Effekte, große Wirkung
15 Minuten. 200 Nutzer. 5 Jahre.
Was isoliert trivial klingt, erzeugt im Kontext sechsstellige Wirkung.
Jahr für Jahr.
03Trügerische Sicherheit
Jahresbudgets beruhen auf Annahmen. EVT auch.
Der Unterschied: EVT legt sie offen. Was als Sparsamkeit gilt, ist oft nur unsichtbare Ineffizienz.
04Rechnen bedeutet verstehen
Nicht Rechtfertigen. Der ROI ist kein Controlling-Werkzeug, er ist ein Erkenntnisinstrument.
Das ist der Unterschied.
05Nicht alles, was kostet, ist teuer.
Teuer ist, was Wirkung verhindert.
Features, die langfristig Millionenwert schaffen könnten, werden aus Prinzipien der Sparsamkeit gestrichen.
Nicht weil jemand das will, sondern weil die Entscheidungslogik es so erzwingt.
EVT dreht diese Logik um.
Was Expected Value Thinking ist – und was nicht.
EVT ist kein neues Framework. Es ist ein Denkmodell, das eine einzige Frage verschiebt:
nicht „Was darf das kosten?“, sondern „Was sparen wir über die Laufzeit ein?“
Die Formeln sind einfach. Die Wirkung ist es nicht. Was sich verändert, wenn Entwicklungsteams, Controller und Management dieselbe Gleichung sehen: Sie sprechen plötzlich über dasselbe.
EVT entstand aus der Praxis. Aus Teams, die agil arbeiten wollten, aber Wasserfall-Budgets hatten.
Aus Features, die an Kostengrenzen scheiterten, obwohl ihr Nutzen die Investition in Monaten zurückgezahlt hätte. Aus der Beobachtung, dass Sparsamkeit oft das Teuerste ist, was eine Organisation sich leisten kann.
Das Modell ist in Entwicklung. Die Grundlogik steht.
Was noch fehlt: Perspektiven aus Controlling, Management und Produktentwicklung, die es schärfer machen.